probiert gerade hootsuite aus
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30 05 2011Kommentare : Kommentar schreiben »
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Informationsmangel – Erdbeben auf Haiti
16 01 2010Rund 140.000 Menschen sind am Dienstag bei einem Erdbeben auf Haiti ums Leben gekommen. Unzählige Gebäude sind eingestürzt, darunter auch die meisten Nachrichtenredaktionen des Landes. Nur 3 Radiostationen haben das Beben überstanden und können die Bevölkerung mit den notwendigen Informationen versorgen.
“It is impossible to locate survivors, organise relief and distribute aid without reliable news and information being relayed by functioning news media.”
berichten Reporter ohne Grenzen.
Deshalb wird ab nächster Woche eine Zentrale für Journalisten eingerichtet werden, von der aus die Informationen koordiniert werden können. Diese wird mit Laptops, Handys und Generatoren ausgestattet und von der kanadische Mediengruppe Quebecor geleitet werden.
Wie es derzeit in Haiti aussieht und wie er das Erdbeben erlebt hat, berichtet der Journalist Joseph Guyler Delva dem CPJ. Auch von dieser Organisation werden Hilfsmaßnahmen eingeleitet. So wird z. B. versucht, auf Twitter Informationen auszutauschen, um herauszufinden, wie man den Menschen am besten helfen kann. Außerdem wurde ein Spendenkonto für die Journalisten in Haiti eingerichtet.
Weitere Links zum Thema:
Fotos von Haiti
Haiti in 20 Tweets
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Tags: Erdbeben, Haiti, Hilfe, Journalisiten
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Chance zu helfen- Vietnam
5 01 2010Ein vietnamesischer Blogger wartet derzeit im Gefängnis auf das Urteil des Gerichts. Im schlimmsten Fall kann das sogar die Todesstrafe bedeuten. Menschenrechtsorganisationen und Reporter ohne Grenzen versuchen mit einer Petition für die Freilassung zu kämpfen.
Nguyen Tien Trung heißt der 26 jährige Blogger, der schon vor einem halben Jahr festgenommen wurde. Er hat sich aktiv für die Demokratie im Vietnam eingesetzt und ist deshalb angeklagt worden gegen Artikel 79 des Strafgesetztbuches verstoßen zu haben. Er hätte also angeblich versucht “die Regierung des Volkes zu stürzen” was mit der Todesstrafe geahndet wird.
Schon während seines Auslandstudiums in Frankreich war Trung immer wieder politisch aktiv und hat sich für Demokratie in seinem Heimatland eingesetzt. 2007 ist er dorthin zurückgekehrt und ist jetzt Vorsitzender des demokratischen Jugendverbandes, schreibt Blog-Einträge und einen offenen Brief an die Regierung, in dem er die Bildungspolitik kritisiert. Das und auch seine Weigerung in der Armee einen Eid auf die kommunistische Partei zu schwören dürften zur Verhaftung beigetragen haben.
Ein weiteres Mitglied der Demokratischen Partei und ein Menschenrechtsanwalt wurden aus den gleichen Gründen angeklagt, berichtet Amnesty International. Mit der Pressefreiheit steht es also im Vietnam nicht ganz so gut. Thomas Wanhoff, der seit eineinhalb Jahren in Vietnam lebt, beschreibt die Situation im Land sehr gut:
“Es gibt hier CNN und BBC und Deutsche Welle im Fernsehen. Das kann jeder empfangen. Wir wissen nur nicht so wirklich gut, was im eigenen Land passiert oder eben auch nicht passiert. Es ist ein wenig schizophren: Medien dürfen offenbar Missstände anprangern, aber nicht die Verantwortlichen, meist die Vertreter der Partei, benennen.”
(danke an Caro für diesen Link)
Ob das jetzt Trung zum Verhängnis wird, wird sich zeigen. Alles was wir tun können, ist auf das Urteil zu warten und die Petition zu unterschreiben.
weitere Quellen: Pressemitteilung ROG und blog.de
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Tags: Blogger, Nguyen Tien Trung, Onlinejournalismus, Pressefreiheit, Todesstrafe, Vietnam
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Jahresrückblick
1 01 2010Das Jahr 2009 endet mit einem traurigen Rekord. 76 tote Journalisten zählt Reporter ohne Grenzen. Auch die Zahl der zensierten Medien und der Journalisten, die Opfer der Gewalt wurden, ist deutlich höher als noch vor einem Jahr.
Schon knapp vor Weihnachten hat sich dieses Ergebnis abgezeichnet, als das Committee to Protect Journalists einen Bericht über die Todeszahlen veröffentlichte. Zu diesem Thema kann ich nur den Artikel von Johanna Zweiger empfehlen.
Zu Jahresende fasst jetzt auch der Spiegel die aktuellen Zahlen zusammen. In diesem Jahr starben so viele Journalisten wie noch nie. Die meisten davon (30) wurden auf der philippinischen Insel Mindanao ermordet, wie Robert Fröwein in seinem Blog berichtet.
Doch nicht nur die hohen Todeszahlen sind schockierend. Auch die Fälle der Gewaltanwendung gegen Journalisten sind um 57% gestiegen. Zusätzlich steigt die Anzahl der zensierten Medien von 353 (2008) auf 570 (2009). Vor allem die Kontrolle der im Web verbreiteten Inhalte ist stärker geworden.
Trotzdem finden sich immer wieder Menschen, die auch von diesen Zahlen nicht abschrecken lassen und Mittel und Wege finden, ihre Botschaften der Welt mitzuteilen.
Was bleibt, ist also die Hoffnung auf eine bessere Umsetzung von Pressefreiheit im Jahr 2010 und darauf, dass es immer Menschen geben wird, die dafür kämpfen.
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Tags: 2009, Jahresrückblick, Journalisten, Pressefreiheit, Statistik, Tod
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Vevo 2 – erste Eindrücke
13 12 2009Eigentlich wollte ich ja Vevo testen, doch wir Österreicher werden noch ein gutes Jahr warten müssen, bis wir die neue Videoplattform nutzen könne. Zumindest was die extra Features betrifft, funktioniert Vevo erstmal nur in den USA. Zu den Videos selbst findet man aber auch in Österreich, wenn man einen Umweg über YouTube nimmt.
Auch wenn ich nicht persönlich meine Erfahrungen mit Vevo sammeln konnte, gibt es einige US-Blogger, die sich schon damit beschäftigt haben. Zusammengefasst schreiben sie Folgendes:
Positives:
- bessere Videoqualität
die Qualität der Videos ist um einiges besser als auf YouTube (auch im Vollbildmodus nicht verpixelt) - übersichtliche Gestaltung
Vevo ordnet die Musikvideos nach Genre/Artist/Channel. Natürlich kann man auch nach einem bestimmten Video suchen, oder die meistbesuchten Links ansehen. Besonders gute Videos kann man auf einer eigenen Playlist speichern und jederzeit wieder abrufen. - Zusatzfeatures
Neben Songtext zum Video gibt’s auch Infos über die Band. Nur leider ist all das in Österreich noch nicht abrufbar.
Negatives:
- nur in den USA erhältlich
Versucht man aus einem anderen Land auf die Seite Vevo.com zuzugreifen, erhält man nur die entschuldigende Meldung “Website not available”. Daneben gibt es ein Feld, in das man seine E-Mail-Adresse tippen kann, um über den Start von Vevo im eigenen Land informiert zu werden.
- Werbung
Bevor ein Video startet, darf sich der User erst einmal eine Werbeeinschaltung der Hauptsponsoren der HP anschauen. Immerhin wollen die Bands Geld für ihre Musikvideos kassieren und die Benutzer sollen fürs Anschauen nichts zahlen müssen. - wenig Auswahl
Noch gibt es auf Vevo zwar schon eine große, aber noch lange keine unbegrenzte Auswahl. 30.000 Videos sollen bis Ende 2009 auf die Plattform gestellt werden. - Probleme beim Laden
Vor allem beim Start von Vevo gab es einige Probleme mit dem Videodownload. Manche Videos konnten nicht einmal abgespielt werden. Inzwischen hat sich das etwas gebessert, auch wenn es während des Videos schon teilweise zu den (von YouTube gewohnten) Hängern kommen kann.
Genauere Infos gibt’s im VevoBlog und auf CNet
Ich persönlich kann mich schon ziemlich gut mit der Idee für die Webseite anfreunden. Vor allem, weil man sich nicht mehr durch die, von Handys aufgenommenen, Livevideos auf YouTube quälen muss, während man nach der offiziellen Version sucht. Außerdem muss ich sagen, dass die Qualität der Videos wirklich gut ist.
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Vevo – Online-Musikportal aus den USA
8 12 2009Während man sich in manchen Ländern Afrikas bemüht wenigstes einen kleinen Radiosender zu gründen, eröffnen Musikkonzerne aus den USA heute ein neues Videoportal.
Vevo.com soll das neue Musikportal im Netz werden. Die Idee dafür stammt von Doug Morris von der Universal Music Group, einem der weltweite größten Musikkonzerne.
Im Gegensatz zu YouTube sollen hier nur mehr Musikvideos (oder Videos die indirekt mit Musik zu tun haben, z.B. über Bands) zu sehen sein. Das Konzept wirkt für alle recht positiv: Bands können ihre Videos im Internet vorstellen und so Werbung machen. Eine Funktion, die früher MTV übernommen hat, was den meisten Bands aber zu teuer wurde. Mit Vevo soll das anders werden, denn finanziert wird die HP durch Werbeeinschaltungen von Großkonzernen. Benutzer haben den Vorteil, dass die Qualität der Videos verbessert werden soll. Außerdem gibt es Zusatzfeatures wie Lyrics zu den verschiedenen Liedern. CNET zitiert Morris sogar:
“I do believe we will have a subscription service where we will stream live concerts from all over the country to viewers for a monthly fee,” Morris said. “This is futuristic. We have not built this yet, but we’re working on it.”
Nicht einmal vor der Konkurrenz muss man sich fürchten, denn mit dem führenden Video-Anbieter YouTube gibt es einen Deal: Musikvideos sollen, gegen Bezahlung, an Vevo weitergegeben werden.
Das alles klingt so gut, dass auch andere Sony Music Entertainment schon bei der Gründung und EMI gestern beigetreten sind. Damit fehlt nur mehr einer der vier größten Musikkonzerne der Welt, wie Spiegel.online berichtet:
Außen vor ist damit nur noch Warner Music, die auf ein anderes Konzept setzen: Warner glaubt nicht an ein firmenübergreifendes Branchenportal und zieht es vor, seine Musik einzeln an Video-Websites zu lizenzieren und die interessierten Kunden auf die eigene Seite zu ziehen.
Wie das Ganze wirklich aussehen soll und ob sich Vevo durchsetzten kann und zu einem YouTube für Musikvideos wird? Wir werden es bald sehen…
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Broadcast Hope- Simbabwe
29 11 2009Nicht immer gibt es Menschen, die es schaffen einen Radiosender im eigenen Land aufzubauen. In Simbabwe wäre so etwas undenkbar. Die Medien werden in jeglicher Form streng vom Staat kontrolliert. Unabhängige Informationen kommen höchstens aus dem Ausland.
Auch Gerry Jackson musste mit ihrem Radiosender nach Großbritannien flüchten. 1997 wurde sie aus dem staatlichen Radiosender geworfen, weil sie Informationen über Unruhen im Land an Anrufer weitergab. Drei Jahre später versuchte sie ihre eigene Sendestation aufzumachen, doch schon nach den Probeläufen wurde ihr die Erlaubnis dafür wieder entzogen.
Jackson gab nicht auf, ging nach Großbritannien und gründetet SW Radio Africa. Bis heute ist dieser Sender die einzige Möglichkeit in Simbabwe unabhängiges Radio zuhören und Jackson ist sich ihrer Verantwortung bewusst:
“A Zimbabwean radio station is not like the BBC that has to be very balanced. You have to be all things to all people and you have to guide people wisely as well, because there isn’t much option or choice for people.” (Jackson auf Journalism.co.uk)
Das 8-köpfige Team berichtet täglich zwei Stunden lang über News und Alltägliches (hier ein Beispiel zum Thema Stromausfälle) in Simbabwe. Hörer können auch direkt Kontakt zum Sender aufnehmen und ihre Geschichten erzählen. Zwar trauen sich wenige ihre richtigen Namen zu nennen, aber Anrufe und Berichte gibt es genug und die Menschen scheinen froh zu sein, ihre Probleme mitteilen zu könne. Davon gibt es mehr als genug, denn die Situation im Land ist wirklich schlecht, nicht nur, was die Pressefreiheit angeht. Jackson berichtet darüber in einem Vortrag für den Guardian, ein Mitarbeiter von SW Radio Africa am Beispiel der Cholera-Epidemie 2008 auf CNN.
Immer wieder hat der Radiosender mit Problemen zu kämpfen. 2005 versuchte die Regierung von Simbabwe das Signal zu stören und man musste mehrere verschiedene Sendefrequenzen nutzten, um weiter gehört zu werden. Das ist teuer und der Sender kann sich nur durch Spenden finanzieren. Die Sendezeit musste deshalb schon von 3 auf 2 Stunden gekürzt werden.
Trotzdem gibt SW Radio Africa nicht auf. Mithilfe des Internets wird jetzt versucht, noch mehr Menschen zu erreichen. Auf der Homepage kann man live mithören oder im Archiv Podcasts der Sendungen abrufen. Auch Twitter, Facebook und RSS sind schon integriert. Das soll vor allem Auswanderer aus Simbabwe ansprechen, denn im Land selbst gibt es nur begrenzten Internetzugang.
Die Menschen dort erreicht man besser über’s Handy. Jeden zweiten Tag werden die Schlagzeilen per SMS an ca. 30.000 Menschen geschickt, die dieses Service abonniert haben. Auf diesem Weg kommen auch Reaktionen und damit Informationen zurück, die in den nächsten Sendungen weiterverwendet werden können.
Egal wie aussichtslos die Situation in Simbabwe aussieht, Jackson steht voll und ganz hinter SW Radio Africa:
“There is going to be no quick media fix in Zimbabwe. But what you want to do is broadcast a little hope.”
… und Hoffnung kann ja bekanntlich vieles bewirken.
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Radio mit Einsatz- Malawi
17 11 2009Während man an Deutschland anscheinend nicht einmal großartig viel an finanziellen Voraussetzungen braucht, um einen eigenen Radiosender aufzubauen, sieht die Situation in Malawi (Afrika) schon ein bisschen anders aus.
Als Beispiel gibt es hier die Geschichte von Gabriel Kondesi. Vor drei Jahren hat der damals 18-jährige eigenhändig eine Hütte zusammengebastelt, in der er seine Radiosendung “Pachikweza” produziert. Gearbeitet wird mit einfachen Geräten, die Stromversorgung lauf über Autobatterie, denn ein Anschluss zum Stromnetz ist im Dorf nicht vorhanden. Deshalb muss Kondesi auch immer wieder mal zum nächsten Friseur gehen, um die Batterie und auch sein Handy, das die einzige Möglichkeit ist, mit den Zuhörern zu kommunizieren, neu aufzuladen.
Klingt zwar ein bisschen kompliziert, ist aber noch nicht alles, was der Mann gemacht hat, um seinen Sender am Laufen zu halten. Am 14. Oktober wurde er dafür verhaftet, ohne Lizenz gesendet zu haben. Er wurde vor die Wahl gestellt MK 50,000.000 zu zahlen (ca. 235 Euro, was in Malawi ziemlich viel Geld ist) oder für 10-monatigen im Gefängnis zu bleiben. Alleine hätte er das nie bezahlen können, doch seine Hörer haben geholfen, das Geld aufzutreiben. Seitdem gibt es sogar eine eigene Facebook-Gruppe zur Unterstützung des Senders. Gerade weil ihm seine Fans sosehr geholfen haben, will Kondesi mit seinem Team aus freiwilligen Helfern auch in Zukunft unbedingt weiter senden.
Die kleine Radiostation ist inzwischen Teil der Macra, einer Dachorganisation, die das Geld für eine Renovierung zur Verfügung stellen. Mehr zu Kondesis Geschichte gibt’s hier.
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making noise- Radiovielfalt in Deutschland
15 11 2009Über 16 Millionen Deutsche hören über das Internet Radio. Ab Dezember soll es jetzt aber einen neuen Online-Radiosender geben. Das gaben die MV regio (Mecklenburg Vorpommern regional) heute auf ihrer HP bekannt.
“detektor.fm” geht in 19 Tagen auf Sendung, der Countdown im Internet läuft bereits.
Vor allem in den Programminhalten unterscheidet sich der neue Sender ganz erheblich von bekannten Radioformaten.
Nur drei Stunden pro Tag sind für Moderationen reserviert und die Werbung soll ganz weggelassen werden. Auch auf Nachrichten wird weitgehend verzichtet, nur in einer Livesendung von 16-19 Uhr, will man sich mit Themen wie Politik, Wirtschaft und Kultur auseinandersetzen. Ziel ist die Informationen genau zu durchleuchten und Hintergrundwissen zu vermitteln. Bei einem hohen Niveau und dem Motto “zurück zum Thema“, ist das Zielpublikum die jüngere Generation.
Das zeigt sich auch in der restlichen Programmgestaltung, denn die verbleibende Zeit des Tages soll mit Musik aufgefüllt werden. Musik, die nicht von Werbeeinschaltungen unterbrochen wird:
…ausgewählte, alternative, moderne Pop-Musik abseits des Mainstreams und füllt so die Lücke des anspruchsvollen, privaten Radios in (Ost)deutschland.
heißt es vonseiten des Senders.
Man muss auch keine Angst mehr haben, eine interessante Sendung zu verpassen, denn dank Internet sind alle Beiträge download- und jederzeit anhörbar.
Klingt nach einem ziemlich coolen Konzept, das viel Unterstützung finden könnte. Die Frage, die sich mir allerdings stellt, ist wie die angeblich “private” Finanzierung, ohne Werbeeinschaltungen funktionieren soll. Außerdem hat das Team von detektor.fm überraschend viel Konkurrenz, denn man findet bereits jetzt deutsche online Radioprogramme für jeden Musikgeschmack.
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Erster Halt: Kuba
10 11 2009Nahezu überall auf der Welt hat man Zugang zum Internet und könnte sich einen Blog wie diesen anlegen, um die eigene Meinung im in Internet zu veröffentlichen. Theoretisch ist das dank Globalisierung wirklich möglich. In manchen Ländern hat eine zu kritische Berichterstattung allerdings Folgen:
Einträge über das tägliche Leben zu schreiben und ins Web zu stellen, kann anscheinend auch ganz schön gefährlich werden. Letzten Freitag bekam das eine kubanische Bloggerin zu spüren. Yaoni Sánchez ist wahrscheinlich die berühmteste Nutzerin von Sozial Media Networks in ganz Kuba. In ihrem Blog schreibt sie über die Probleme der Bevölkerung und kritisiert die Regierung des Landes und erhielt dafür sogar schon einige Preise.
Als sie am Freitag mit Freunden an einer Demonstration gegen Gewaltanwendung teilnehmen wollte, wurden sie und zwei weiter Blogger laut eigener Aussage von den kubanischen Sicherheitsbeamten festgenommen, geschlagen und nach einer halben Stunde wieder freigelassen.
Die Begründung für die Festname war, dass Yaoni eine Konterrevolutionäre sei und die nationale Sicherheit gefährden würde.
Yaoni war mit Orlando Luis Pardo, seiner Freundin und Claudia Cadelo auf dem Weg zu einer Demonstration war, wurden sie von Beamten in Zivil (Polizisten in Kuba tragen selten Uniformen) aufgefordert in ein Auto zu steigen. Als sich die drei wohl bekanntesten Blogger der Insel weigerten ins Auto zu steigen und nach einem Haftbefehl fragen, wendeten die Sicherheitsbeamten Gewalt an. Yaoni erzählt in einem CNN-Bericht, wie sie ins Auto gezerrt, geschlagen und bedroht wurde.
Fälle wie dieser sind in Kuba gar nicht so selten. Das Mediensystem der Insel wird weitgehend vom Staat kontrolliert. Welche Inhalte gesendet werden und wie die Themen von Journalisten aufbereitet werden müssen bestimmt Staatschef Raúl Castro meist sogar höchstpersönlich. Alle Sendungen und Artikel müssen vor der Veröffentlichung kontrolliert werden. Da ausländische Sender nicht ausgestrahlt werden dürfen, bleibt den Kubanern nur, die zensierten regionalen Radio- und Fernsehprogramme zu konsumieren. Sogar der Internetzugang ist streng geregelt. Die meisten Menschen haben überhaupt keinen. Auch Yaoni posted ihre Beiträge von einem Internetcafé aus, weil ein schneller privater Internetzugang fehlt.
Sogar die im Web publizierten Inhalte werden von Staat kontrolliert. Es gibt sogar angestellte Blogger, die für die Regierung Beiträge ins Netz stellen. Kritische Seiten waren lange Zeit verboten.
“Unabhängige Journalisten werden auf verschiedene Weise verfolgt und unter Druck gesetzt einschließlich der Anwendung des Gesetzes zum Schutze der Nationalen Unabhängigkeit, auch “Knebelgesetz” genannt.”
…heißt es dazu noch, in einem Bericht über eine Pressekonferenz von 2006.
Seit Ende 2007 hat sich die Situation leicht verbessert. Öffentliche Diskussionen der Probleme in der Bevölkerung werden zumindest weitgehend geduldet. Zumindest solange sich die Regierung nicht durch beginnende Demonstrationen und organisierte Gruppen gefährdet sieht und der Internetzugang eingeschränkt bleibt.
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